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Wir schrieben hier ab dem Frühjahr 2000 unverändert folgenden Text: “Am US-Aktienmarkt entwickelte sich bis Januar 2000 eine Jahrhundert-Übertreibungsphase. Deshalb kann der
Dow wie in den Jahren 1929 bis 1932 in einem zur Zeit kaum für möglich gehaltenen Ausmaß fallen. Damals verlor der Dow insgesamt 90 %.” Der Dow brauchte anschließend 62 Jahre bis 1991, um den
Kurseinbruch ab dem Hoch im Jahr 1929 inflationsbereinigt aufzuholen (siehe: Dow-Chart mit eingerechneter
Inflation ). Diesem hier “eingefrorenen” Text fügten wir Anfang Mai 2007 hinzu, dass unserer Ansicht nach am 14. Januar 2000 bei einem Dow von 11.750 die oben
prognostizierte Baisse begann. Lediglich infolge der US-Notenbankpolitik, in riesigen Mengen Papierdollar zu drucken, um eine blühende Konjunktur vorzutäuschen, erholte sich der Dow ab dem Tief des Jahres 2002
bis auf einen neuen Langzeitkursgipfel (diese Einfügung schrieben wir wenige Tage nachdem sich der Kursgipfel am 17. Juli 2007 bei rund 14.000 zeigte). Inflationsbereinigt ist das im Verhältnis zum Hoch des
Jahres 2000 ein superbaisseträchtiges Langfrist-Doppelhoch, dem noch ein Nebenhoch vom 11.10.07 folgte.
Am 02.08.05 eingefügter Absatz : Gemäß Professor Dr. Hamer, Mittelstandsinstitut Hannover, führte die jahrzehnte lange ungehemmte Geldvermehrung der US-Notenbank zu einem Kaufrausch der
Finanzoligarchie und zu einem immer wertloser werdenden Papiergeld-Dollar. Seine 2004 erschienene Schrift trägt den Titel “Der Weltgeldbetrug”. Unter diesem Suchbegriff listet das Internet-Suchportal Google
mittlerweile 1450 Hinweise auf. Hamer ermittelte, dass nur mit Hilfe einer langfristigen Goldpreismanipulation sich der Verfall des Dollars verdecken ließ. Wird das offensichtlich, stünde
eine weltweite Währungsreform
bevor. Wir fügen aus heutiger Sicht hinzu: Als weitere Folgen ergeben sich: Weit übertriebene Aktienkurse, zu tief gefallene Kapitalmarktzinsen und eine äußerst gefährliche Immobilienblase, einmalig in der bisherigen Geschichte.
Beim Gold
erschienen anlässlich zyklischer Hochpunkte in den Medien meist auf den Tag genau plazierte Meldungen über geplante Goldverkäufe der Notenbanken. Hierzu muss man wissen, dass der Kurs mit dem geringsten Aufwand, lediglich mit solchen Nachrichten in den maßgebenden,, Medien, manipuliert wird. Das Gold verläuft aufgrund dieser präzisen Markteingriffe überraschend zuverlässig gemäß unserer Fibonacci-Systematik. In unserem Börsenbrief vom 28.11.05 sagten wir bis etwa zum Jahr 2011 (inzwischen können wir diesen Termin präzisieren: siehe unten) einen Goldpreisanstieg bis auf rund 3200 Dollar pro Feinunze voraus.
Fundamentale Zusammenhänge (rot: am 25.06.2007 und 24.09.08 neu)
Diese das Börsengeschehen grundlegend beeinflussenden Zusammenhänge sprechen wir im Börsenbrief aus Platzgründen nur gelegentlich an: Beispielsweise wurde 1973 die “Ölwaffe” erfunden, mit der gedroht werden sollte, “solange sich die Israelis nicht aus den
besetzten Gebieten zurückzögen” ( “Der Spiegel” 39/2000, S. 119). Die dadurch ausgelöste erste Ölkrise führte zum Börsenabsturz vom Herbst 1974. Ab Januar 99 verdreifachte sich der Erdölpreis im
Rahmen der zweiten Ölkrise und 2004 begann die dritte. Einer der wichtigsten Auslöser dieser Dauerkrise dürfte der im Jahr 1996 von den
“Neokonservativen” aufgestellte Plan zur Neuordnung Arabiens von Richard Perle (später Chefberater des Pentagons) und dem damaligen israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu sein (siehe “Die Ursachen und die Folgen des Irakkriegs”). Das erklärt, weshalb bisher die Palästina betreffenden UN- Resolutionen von Israel nicht
erfüllt wurden und dort die Menschenrechte und das Völkerrecht nicht gelten. Der Plan zur Neuordnung Arabiens führte zum Irakkrieg, der gemäß der Fernsehsendung “Kontraste” des ZDF vom 01.04.08 Gesamtkosten in Höhe von sage und schreibe 6000 Mrd. Dollar verursachte, die auf Kosten der Geldwertstabilität mit Hilfe der Gelddruckerpresse hergestellt wurden. Gäbe es einen goldgedeckten Dollar, wären der Irakkrieg und die Auswüchse am Kapitalmarkt nicht finanzierbar gewesen.
Ab Mitte 2005 spitzte sich der Konflikt zu, weil der Iran die Weiterentwicklung seiner Atomtechnik beenden soll und Israel dieses Verlangen mit massiven Drohungen unterstützt. Und Ende Oktober
2005 rief der iranische Präsident zur Vernichtung Israels auf. Hierzu ist anzumerken, dass im Nahen Osten seit ewigen Zeiten der extrem kontraproduktive Grundsatz “Auge um Auge, Zahn um Zahn” gilt. Demzufolge
eskaliert dieser Unruheherd immer mehr.
In den USA
stehen im Vordergrund: Die zu geringe Produktion, das daraus resultierende Leistungsbilanzdefizit von über zwei Mrd. Dollar täglich, das 8 % des Bruttosozialproduktes betragende Staatsdefizit, die unglaubliche versteckte Verschuldung in Höhe von 33.000 Mrd. Dollar
und die Immobilienkrise. In Deutschland
ist es seit Ende der 50er Jahre die kontinuierliche Verringerung der Zuwachsrate des Bruttosozialproduktes von damals acht Prozent auf nur noch (statistisch erheblich geschönt) ein Prozent im Jahr 2007. Verursacht
wurde dies durch ein ausuferndes Arbeits- und Gewerkschaftsrecht, das in Verbindung mit einer extrem hohen Steuer- und Abgabenbelastung zu nicht mehr marktgerechten Arbeitskosten mit der Folge einer
Massenarbeitslosigkeit führte. Angesichts unserer Subventionslast von 50 Mrd. Euro, der Zinszahlungen in Höhe von jährlich 65 Mrd. Euro für die Verschuldung von Bund, Ländern und Gemeinden, eines
Bundeszuschusses an die Rentenkassen in Höhe von etwa 76 Mrd. Euro und von Sozialleistungen in Höhe von sage und schreibe 700 Mrd. Euro bei 7,4 Millionen Hartz-IV-Empfängern steht nach
dem Langzeit-Doppelhoch des Dax der Jahre 2000 / 2008 ein jahrelanger Niedergang bevor. Den zwischenzeitlichen Aufschwung ab dem Jahr 2003 führen wir auf die inflationäre Geldmengenausweitung des Euro in Höhe
von zuletzt 13 Prozent pro Jahr zurück und auf die gewaltige Produktivitätssteigerung Chinas, von der die übrige Welt profitierte. Auch die jahrelange Verschuldung der USA mit über zwei Milliarden Dollar
Außenhandelsdefizit pro Tag förderte die weltweite Scheinblüte, die im Rahmen der Subprime-Bankenkrise und des darauf folgenden Zusammenbruchs mehrerer US-Großbanken ein schlagartiges Ende findet und eine
tiefgreifende weltweite Rezession auslösen muss.
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